Auferstanden

Risen (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Auferstanden Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

AUFERSTANDEN (RISEN) erzählt die epische Geschichte über die biblische Auferstehung durch die Augen eines Nicht-Gläubigen. Der mächtige römische Militärtribun Clavius (JOSEPH FIENNES) und sein Berater Lucius (TOM FELTON) werden damit beauftragt, das Rätsel um die Geschehnisse nach der Kreuzigung Jesu Christi zu lösen. Sie sollen die Gerüchte um den auferstandenen Messias widerlegen und damit einen Aufstand in Jerusalem verhindern.

Regie führt Kevin Reynolds, der basierend auf einer Story von Paul Aiello, mit diesem das Drehbuch schrieb. Als Produzenten fungieren u.a. Mickey Liddell, Patrick Aiello. Neben Joseph Fiennes („Shakespeare in Love“, „Elizabeth“, „Hercules“) und Tom Felton („Harry Potter“, „Planet der Affen – Prevolution“) sind Peter Firth („Spooks”) und Cliff Curtis („Fear the Walking Dead“) in weiteren Rollen zu sehen.


Joseph Fiennes, Tom Felton und Cliff Curtis | mehr Cast & Crew


Auferstanden - Trailer




DVD und Blu-ray | Auferstanden

Blu-ray
Auferstanden Auferstanden
Blu-ray Start:
21.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.
DVD
Auferstanden Auferstanden
DVD Start:
21.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

Filmkritik Auferstanden

Filmwertung: | 6/10


Ostern steht vor der Tür und da darf ein entsprechender Film im Kino nicht fehlen. Mit Auferstanden kommt ein besonders bibeltreuer Film in die deutschen Kinos, an dem insbesondere die gläubigen Kinobesucher großen Gefallen haben werden. Im Gegensatz hierzu wird der Film bei dem einen oder anderen Religionskritiker oder Atheist höchstwahrscheinlich negativ aufgenommen werden. Doch es ist in erster Linie wichtig, wie gut Auferstanden außerhalb der Religionsdebatte auf filmischer Ebene funktioniert. Auferstanden SzenenbildHierbei lässt sich der Film mit einem Wort wohl am besten beschreiben: Solide.

Inhaltlich geht es in Auferstanden schlichtweg um die Auferstehung von Jesus. Der Römer Clavius, gespielt von Joseph Fiennes, wird beauftragt dessen Leiche ausfindig zu machen und dabei herauszufinden, wie es dazu kommen konnte, dass die Leiche verschwunden ist. So besonders diese Geschichte klingt, die filmische Inszenierung ist letzten Endes recht unspektakulär. Weder im Schauspiel noch aus erzählerischer oder technischer Sicht, gibt es positive oder besonders negative Auffälligkeiten. Joseph Fiennes spielt seine Rolle äußerst nüchtern, gar stoisch. Ob das die Regieanweisungen waren oder er selbst sich für diese verhaltene Performance entschied, kann schwer beurteilt werden. Die schauspielerische Leistung des jüngeren Bruders von Ralph Fiennes ist auf keinem schlechten aber doch recht durchschnittlichen Level, die schnell in Vergessenheit geraten wird. Die Besetzung des Jesus ist ebenfalls kritisch zu hinterfragen. Jesus wird hier vom Neuseeländer Cliff Curtis gespielt. Curtis spielte in der Vergangenheit aufgrund seines Aussehens oft mexikanische bzw. lateinamerikanische Charaktere, wie zum Beispiel in Colombiana, Blow oder Training Day. Optisch gibt es zwischen ihm und dem weit verbreiteten Bild von Jesus, der meist einen starken Vollbart hat und besonders ein schmales längliches Gesicht hat, große Unterschiede, weswegen Curtis‘ breites Gesicht eher unpassend wirkt.

Was das Szenenbild angeht, wirkt alles sehr natürlich und realistisch, aber auch relativ sparsam und ohne großen Schauwert. Hier erkennt man deutlich, dass der Film mit 20 Millionen Dollar ein recht geringes Budget hatte. Große Sets wurden hier nicht aufgebaut. Gedreht wurde hauptsächlich in Spanien und auf Malta. Besonders toll eingefangene Bilder gibt es hier nicht, sodass der Film atmosphärisch keine großen Pluspunkte erzielen kann. Auch wenn es hier überwiegend kritisch klingt, ist Auferstanden wahrlich kein schwacher Film. Der Film ist im Großen und Ganzen recht kurzweilig erzählt und wurde nicht unnötig über 2h gestreckt. Die Story ist sehr geradlinig und direkt erzählt ohne in irgendwelchen unnötigen Nebenhandlungen abzudriften. Auferstanden SzenenbildDer Soundtrack ist sehr stimmig und hat viele schöne klassische Melodien, die sehr gut die Bilder untermalen, ohne dabei zu dominierend zu wirken. Ansonsten enthält der Film verschiedene Geschichten aus der Bibel und ist wie eingangs erwähnt ein recht bibeltreuer Film. Der Film bleibt in seiner Inszenierung meist zwar recht unspektakulär, doch unsympathisch ist der Film nicht. Viele Szenen sind liebevoll gestaltet, welche sich sehr angenehm beobachten lassen und man deswegen nie gelangweilt auf dem Kinositz hockt. Regisseur Kevin Reynolds ging mit der Thematik sehr behutsam um, vermied besonders brutale Szenen und erzeugte eher eine nette und positive Atmosphäre. Im Kontrast hierzu ist Mel Gibsons Film Die Passion Christi zu nennen, bei dem Gibson eine äußerst düstere Atmosphäre erzeugte und aufgrund besonders direkter und schonungsloser Gewaltdarstellungen höchst umstritten ist.


Fazit:
Auferstanden ist kein berauschender Film, macht aber dennoch sehr wenig wirklich falsch und ist grundsätzlich ein nettes und recht unterhaltsames Kinoerlebnis. Eine nüchterne Performance des Hauptdarstellers, eine suboptimale Besetzung Jesu sowie ein sparsames Production Design stehen einer angenehmen Atmosphäre, einem bibeltreuen Drehbuch und einem schönen Soundtrack gegenüber.
by

Bilder © Sony Pictures