Apollo 18

Apollo 18 (2011), USA / Kanada
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Science-Fiction / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

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Apollo 18 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Apollo 17 war die letzte offizielle NASA Mission zum Mond. Zwei Jahre später, im Dezember 1974, wurden erneut zwei Astronauten auf eine geheime Expedition im Rahmen des Apollo-Programms der NASA zum Mond geschickt, aber den wahren Grund Ihrer Reise hat man ihnen verschwiegen. Jahrzehnte später tauchen Video-Aufnahmen von der angeblich "nie stattgefundenen" Apollo 18 Mission auf. Bis heute bestreitet die NASA die Echtheit des Materials. Doch die Bilder zeigen, weshalb wir es nie wieder gewagt haben, zum Mond zurückzukehren...

Lloyd Owen, Warren Christie und Ryan Robbins | mehr Cast & Crew


Apollo 18 - Trailer




DVD und Blu-ray | Apollo 18

Blu-ray
Apollo 18 Apollo 18
Blu-ray Start:
16.03.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.
DVD
Apollo 18 Apollo 18
DVD Start:
16.03.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

Filmkritik Apollo 18

Filmwertung: | 7/10


Warum war Apollo 17 im Dezember 1972 die offiziell letzte bemannte Mondmission der NASA? Fehlten die finanziellen Mittel oder gab es einen anderen Grund? Genau wie die Missionen 19 und 20, wurde auch Apollo 18 abgesagt. Aber was, wenn es doch einen geheimen Ausflug auf den Erdtrabanten gab, dessen Existenz für immer verschwiegen werden sollte?

„Apollo 18“ zeigt eine Mondmission, die 2 Jahre nach Apollo 17, also im Dezember 1974, im Auftrag des Verteidigungsministeriums stattfand und so geheim war, dass nicht einmal die engsten Angehörigen der Astronauten erfahren durften, wohin die Reise wirklich ging.
Die 3 Männer, um die es in der Mission geht, stellen sich vor dem Start in offiziellen Interviews vor. Hierbei handelt es sich um: Nathan Walker (Lloyd Owen), Kommandant der Mission, Benjamin Anderson (Warren Christie), Pilot der Mondlandefähre, und John Grey (Ryan Robbins), Pilot des Apollo-Kommandomoduls, das im Mondorbit auf die Rückkehr des Mondmoduls warten soll.
Vom Start bis zur Landung läuft alles nach Plan, doch am Morgen nach Ihrem ersten Mond-Landgang wartet auf Anderson und Walker schon die erste Überraschung: eine Gesteinsprobe der Mondoberfläche, die ursprünglich in einer versiegelten Probentüte steckte, liegt plötzlich auf dem Boden der Raumfähre. Eigentlich sollte das unmöglich sein, doch die beiden haben einfach keine Zeit sich damit genauer zu befassen und setzen so Ihre Mission fort. Dass dies ein Fehler war, merken die beiden Astronauten leider viel zu spät...

Kritik:
„The Blair Witch Project“ hat es vorgemacht und Filme wie „Cloverfield“ oder „Paranormal Activity“ haben es ebenfalls genutzt: „Found Footage“. Das sind Archivaufnahmen, die dafür sorgen sollen, dass der Zuschauer ein möglichst reales Bild des ihm präsentierten Spielfilms bekommt. Dieses Genre hat sich mittlerweile gut etabliert und findet gerne Verwendung bei Filmen, die zum Beispiel kein riesiges Budget vorweisen können. Der Begriff an sich ist natürlich etwas verwirrend, denn das gezeigte Material wurde ja nicht wirklich „gefunden“. So auch in „Apollo 18“. Dieser fiktionale Mockumentary (ein Film, der so tut als wäre er eine Dokumentation) ist genau wie seine Vorgänger. Die Kopplung mit Horror-Motiven ist gut gelungen und man denkt zwischenzeitlich tatsächlich: „War das wirklich so?“. Jedoch muss man auch festhalten: man kennt es jetzt schon. Der Überraschungseffekt ist da und die Mondlandefähre sieht wirklich täuschend echt aus, genauso wie die Aufnahmen auf der Mondoberfläche. Das ist aber auch der grüßte Pluspunkt, den sich „Apollo 18“ verdient hat. Was sich dort „oben“ befindet und dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren lassen soll ist durchaus eine nette Idee und zuweilen sogar fast glaubwürdig, aber nichtsdestotrotz bleibt es Fiktion. Einen kleinen inhaltlichen Nachteil hat man als Zuschauer leider in Bezug auf die ORIG-Begriffe, die in der Raumfahrt verwendet werden. Denn diese wurden 1:1 übernommen und wer sich nicht auskennt oder zufällig ein Lexikon bei der Hand hat, wird wohl ab und an etwas irritiert sein.

In gewissem Maße gibt es insgesamt auch kleine Logikfehler, vor allem im Bezug auf die Gravitation. Doch für die Nicht-Physiker unter uns dürfte das kaum eine Rolle spielen, geschweige denn großartig auffallen. Außer vielleicht was die Bewegungsabläufe im Raumanzug auf der Mondoberfläche betrifft.
Wer nun also mit der Erwartung das Kino betritt, dass er dort Aliens oder furchtbare Monster vorfindet, der sollte es lieber sein lassen. Das gilt genauso für diejenigen, die nicht an die „Echtheit“ der Aufnahmen glauben. Denn für die wird „Apollo 18“ höchstwahrscheinlich einfach nur langweilig. Besonders, weil auch viele Szenen, in denen aber nichts passiert, etwas stärker in die Länge gezogen wurden.

Der spanische Jung-Regisseur Gonzalo López-Gallego hat hier einen Film geschaffen, den man sich durchaus mal anschauen kann, auch wenn er nicht ganz so glaubwürdig ist, wie er vermutlich hätte sein sollen. Doch jeder der sich für dieses Genre begeistert wird sicherlich seinen Spaß daran haben.
Fazit: Nicht gerade herausragend aber durchaus unterhaltsam.
Und wer weiß – vielleicht ist ja trotzdem ein Fünkchen Wahrheit enthalten...
by Aline Nickel

Bilder © Senator Filmverleih