Angry Birds

Angry Birds (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Komödie / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Angry Birds Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der Film entführt uns auf eine Insel, die ausschließlich von glücklichen, flugunfähigen Vögeln bewohnt wird – oder zumindest fast. In diesem Paradies gehörten Red, ein Vogel mit der Neigung zu cholerischen Wutausbrüchen, der blitzschnelle Chuck und der unberechenbare Bombe schon immer zu den Außenseitern. Doch als die Insel eines Tages von mysteriösen grünen Schweinchen besucht wird, liegt es an diesen drei Ausgestoßenen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, herauszufinden, was die Schweine im Schilde führen.



Angry Birds - Trailer




DVD und Blu-ray | Angry Birds

Blu-ray
Angry Birds - Der Film Angry Birds - Der Film
Blu-ray Start:
15.09.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
Angry Birds - Der Film (3D Blu-ray) Angry Birds - Der Film (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
15.09.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min.
Angry Birds - Der Film (Steelbook) Angry Birds - Der Film (Steelbook)
Blu-ray Start:
15.09.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min.
DVD
Angry Birds - Der Film Angry Birds - Der Film
DVD Start:
15.09.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 93 min.
Angry Birds - Der Film (Plüschfigur Red) Angry Birds - Der Film (Plüschfigur Red)
DVD Start:
15.09.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 93 min.

Filmkritik Angry Birds

Filmwertung: | 6/10


2009 erblickten die Angry Birds als Hauptfiguren in der gleichnamigen Artillerie-Computerspielreihe des finnischen Entwicklerstudios Rovio Entertainment Ltd. das Licht des Spielehimmels. Schnell wurden die grimmig schauenden Piepmätze weltweit bekannt. Angry Birds SzenenbildDie denkbar einfache Story hinter den Spielen versuchen die Clay Kaytis und Fergal Reilly nun in ihrem farbenfrohen Regie-Debüt „Angry Birds – Der Film“ umzusetzen. Genau wie in den Spielen geht es auch im Animationsfilm um die grünen Schweine, die den flugunfähigen Vögeln ihre Eier klauen, die wiederum bemüht sind, diese zurück zu erobern.

Zugegeben, die Vögelchen sind schon sehr süß animiert, zumal sie sich von ihren kugeligen Vorbildern abheben und in 3D-animierten Welten ihr Unwesen treiben dürfen. Und vor allem der stets miesgelaunte Red, grandios gesprochen von Christoph Maria Herbst („Stromberg“), erweckt sofort die Sympathie des Zuschauers. Denn wer würde keine schlechte Laune kriegen, wenn er stets in jeden Fettnapf tritt oder von den anderen Vögeln bis zur Weißglut genervt wird. Das muffige Gesicht des roten Piepmatz´ ist also mehr als gerechtfertigt. Dennoch sticht die personifizierte Wut aus der Gesellschaft heraus. Denn alle anderen Vögel der friedvollen Insel scheinen immer gutgelaunt und bis ins unendliche euphorisch zu sein. Natürlich gibt es unter den komischen Vögeln auch wahrlich eigensinnige Individuen. Sei es nun der unfassbar schnelle Chuck (Stimme Axel Stein), der laufend in die Luft gehende Bombe (Axel Prahl) oder die sanftmütige Mathilde (Anja Kling), jeder hat seinen Platz in der Gemeinschaft gefunden. Bis auf Red natürlich. Aber schließlich muss es einen Außenseiter geben, um die Geschichte mit einem Antihelden aufzuwerten, der mit verdammt losen Mundwerk seiner Wut Ausdruck verleiht. Aber nicht nur Red, sondern auch der mächtige Adler (Smudo) tanzt aus der Bahn. Als mutiger und kraftvoller Vogel verehrt, erweist sich das Prachtexemplar als billiges Abziehbild seiner Selbst, was zu den großen Momenten des Films gehört. Angry Birds SzenenbildDie quietschgrünen Schweinchen entsprechen zwar ihrer Vorlage, fügen sich aber nicht wirklich passend in den Film ein. Anführer Leonard (Ralf Schmitz) hat einen düsteren Plan vor Augen, den er heimlich, still und leise direkt vor den Augen der begriffsstutzigen Vögel in die Tat umsetzt. Natürlich ist Red derjenige, der diesen Plan durchschaut und in der Not zum Anführer in glänzender Rüstung wird. Warum die anderen Vögel die Schweine nicht durchschauen und warum sie bis zum Ende des Films nicht fliegen lernen, bleibt leider offen. Denn hier orientieren sich die Regisseure an den Spielen, ohne der Geschichte eine weitere Tiefe oder zusätzliche Interpretationsmöglichkeiten liefern zu lassen. Wer bereits die zahlreichen Spiele der Reihe durchgezockt hat, durchblickt auch den Film in kürzester Zeit. Denn genau wie im Spiel ist auch im Film die Zurückeroberung der Eier das große Ziel.

Nachdem die Titelhelden bereits als globale Marke weltweit vertrieben wurden und seither auch Kleidungsstücke zieren, als Plüschtiere das heimische Wohnzimmer erobern und in Büchern und der Cartoon-Serie ihr Unwesen treiben, ist der Feature-Film nun das fehlende Segment für die breite Fangemeinde. Zugegeben, man muss die Vögel nicht kennen, um sich vom Film unterhalten zu lassen. Wer aber den großen Kracher erwartet, wird sich am Ende enttäuscht fühlen. Denn bis auf den kunterbunten Look, der fantasiereichen Kulissen und einiger netter Gags, kann sich der Film nicht mit den erfolgreichen Werken von Disney und Pixar messen. Rein optisch gesehen, haben die Macher vieles richtig gemacht. Angry Birds SzenenbildDie dünne Handlung und die oberflächlichen Figuren sind jedoch das große Manko, mit denen das Regie-Duo Clay Kaytis und Fergal Reilly genauso baden geht, wie seine Vögelchen. Die Story ist auf 97 Minuten ausgeweitet, wodurch besonders das Finale unnötig in die Länge gezogen wird. Eine wesentlich kürzere Laufzeit wäre den bunten Vögeln zugute gekommen und hätte vor allem auch das Gag-Potenzial auf einem soliden Level komprimiert.


Fazit:
„Angry Birds – Der Film“ ist ein kunterbunter Animationsfilm mit vielen komischen Vögeln und noch mehr Schweinen, die sich um Eier streiten und dabei gelegentlich einen amüsanten Spruch fallen lassen.
by

Bilder © Sony Pictures