American Hustle

American Hustle (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Krimi / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Tobis Film

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American Hustle Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Ende der 70er im schillernden New York: Irving Rosenfeld (Christian Bale) besitzt mehrere Waschsalons, aber sein Geld verdient er mit dubiosen Geldgeschäften und Kunstfälschungen. Mit Hilfe seiner Geschäftspartnerin und verführerischen Geliebten Sydney Prosser (Amy Adams) hat er es zu einem kleinen Vermögen gebracht. Als der überambitionierte FBI-Agent Richie DiMaso(Bradley Cooper) den beiden brillanten Trickbetrügern auf die Schliche kommt, lässt sich das Gaunerpaar auf einen ungewöhnlichen Deal ein: DiMaso setzt die beiden als Lockvögel auf die Politikprominenz New Jerseys an. Vor allem auf den Bürgermeister von Camden, Carmine Polito (Jeremy Renner), hat er es abgesehen. Hinter dessen Saubermann-Image vermutet er Korruption und Mafiaverbindungen. Am Ende könnte es allerdings Irvings unberechenbare und eifersüchtige Ehefrau Rosalyn (Jennifer Lawrence) sein, die die gesamte Operation zum Platzen bringt ...

Christian Bale, Bradley Cooper und Jennifer Lawrence | mehr Cast & Crew


American Hustle - Trailer


AMERICAN HUSTLE | Trailer 1


AMERICAN HUSTLE | Nominiert fr 7 Golden Globes | Trailer 2


AMERICAN HUSTLE | Nominiert fr 10 Oscars | Trailer 3


DVD und Blu-ray | American Hustle

Blu-ray
American Hustle American Hustle
Blu-ray Start:
17.07.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 138 min.
DVD
American Hustle American Hustle
DVD Start:
17.07.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 132 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik American Hustle

Filmwertung: | 7/10


Wem kann man noch in einer Welt vertrauen, in den Korruption unvereinbar mit der Politik verwachsen ist? Basierend auf wahren Ereignissen schildert Regisseur David O. Russel („Silver Linings“), wie das FBI in den 70er Jahren Betrüger mit Hilfe von Betrügern überführte. Drehbuchautor Eric Warren Singer bezieht sich mit seinem Skript lose auf den Abscam-Skandal, der in den späten 70er Jahren als verdeckte Operation des FBI´s begann. Um die wachsende Wirtschaftskriminalität in Schacht zu halten, kooperierte das FBI mit Trickbetrügern. „American Hustle“ greift die Thematik auf: Christian Bale („The Fighter“) als Berufsschwindler Irving Rosenfeld zieht seinen leichtgläubigen Verhandlungspartner spielend das Geld aus der Tasche. Gemeinsam mit seiner Partnerin Sydney (Amy Adams) wittert er den großen Clou. Doch als FBI-Agent Richi DiMaso (Bradley Cooper) hinter ihr Spiel kommt, scheint ihr Traum vom Hauptgewinn ausgeträumt. Anders als erwartet, bietet DiMaso den Betrügern jedoch einen vielversprechenden Deal ein und manövriert sich dabei selbst in eine Falle. Die Handlung verstrickt sich in mehreren Nebenhandlungssträngen und wendet sich wie der sprichwörtliche Aal in der Pfanne. Die Seiten werden gewechselt, neue Pläne in die Tat umgesetzt und der Zuschauer mitunter verwirrt. Wer steht auf welcher Seite und wem kann man noch trauen? Bereits nach der Hälfte des Films lassen sich diese Fragen nicht mehr mit Gewissheit beantworten. Der Zuschauer wird ebenso getäuscht, wie die Politiker, Senatoren und Bürgermeister, die wegen Korruption hinter Schloss und Riegel gebracht werden sollen. Überraschenderweise widmet sich der Film jedoch nicht den politischen Fakten, sondern den persönlichen Entwicklungen seiner Figuren.

Nach „The Fighter“ und „Silver Linings“ beendet Regisseur David O. Russel nun seine dreiteilige Filmreihe über Figuren, die durch einen Lebenswandel sich selbst neu erfinden. In „American Hustle“ lassen sich gleich mehrere Figuren finden, die am Scherbenhaufen ihrer Existenz stehen. Doch mit Mut und Durchhaltungsvermögen gelingt es ihnen, ihre Tiefpunkte zu überwinden. Dabei spielt die Liebe eine untergeordnete, jedoch wichtige Rolle. Eine gescheiterte Ehe, eine aufflammende Romanze und eine tiefe Verbindung zwischen zwei Seelenverwandten bieten jeweils den Ausgangspunkt für neue Veränderungen. Im Laufe des Films entstehen neue Paarungen, die sich in Freundschaft und Abhängigkeit münden.
Gelegentliche Längen sind der umfangreichen Handlung geschuldet, die jeder Figur möglichst gerecht werden will. So lassen sich im Film zahlreiche Verweise auf die Vergangenheit eines jeden finden. Die 70er Jahren werden galant durch die Mode, die Frisuren, ein sehr stimmiges Ambiente und die passende musikalische Untermalung auf der Kinoleinwand zum Leben erweckt. Ein unkonventioneller Humor, der sich stets im Hintergrund hält und mehr durch seine leisen Untertöne unterhält, lockert das Drama auf. Die galanten Wortwitze zwischen Bale und Cooper täuschen darüber hinweg, dass die Geschichte nicht vollends überzeugen kann. Nicht zuletzt, weil die ruhige Grundstimmung des Films trotz großer schauspielerischer Fähigkeiten aller Darsteller und ihrer dramatischen Momente, nur selten aufbricht und unerwartete Momente offenbart.
Amy Adams („Man of Steel“) lässt in „American Hustle“ tiefe Einblicke zu. Mit ihren körperbetonten und freizügigen Outfits zieht sie die Blicke auf sich, während Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence („Tribute von Panem“) dem Zuschauer einen tiefen Blick in ihre Seele gewährt. Der eigentliche Fokus liegt jedoch auf Christian Bale („The Dark Knight Rises“) als übergewichtiger Betrüger Irving Rosenfeld sowie Bradley Cooper („Silver Linings“) als FBI-Agent DiMaso. Beide präsentieren sich mit einer starken Persönlichkeit, die durch den gemeinsamen Plan noch über sich hinauswächst. Zwischenzeitliche Niederschläge und private Diskrepanzen werden ausgespielt, um zu neuer Stärke zu gelangen. Und auch die Nebenfiguren können sich sehen lassen. Jeremy Renner („Hänsel & Gretel: Hexenjäger“) präsentiert sich als Paradebeispiel eines korrupten Politikers, während der Kurzauftritt von Robert Di Nero („Malavita – The Family“) am Rande für Erheiterung sorgt.

Fazit: David O. Russel präsentiert mit seinem dritten Werk ein Drama, das von seinen konsequent schrägen und erschütterten Figuren lebt, die sich teils in absurden Dialogen verlieren. Auch wenn die Geschichte nicht vollends überzeugen kann, lohnt sich doch ein Blick über die überzeugenden Darsteller.

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Bilder © Tobis Film