A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

A Royal Night Out (2015), Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Drama / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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A Royal Night - Ein königliches Vergnügen Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

V-Day. Die ganze Welt feiert das Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch die Straßen Londons sind voller jubelnder Menschen. An diesem historischen Tag sehen die Prinzessinnen Elizabeth (Sarah Gadon) und Margaret (Bel Powly) endlich ihre Chance gekommen, nach sechs Jahren aus dem Buckingham Palace zu entfliehen. Sie beschließen, den Sieg als "normale" Menschen zu feiern und erleben dabei wahre Abenteuer...

In A ROYAL NIGHT - EIN KÖNIGLICHES VERGNÜGEN erzählt Regisseur Julian Jarrold ("Geliebte Jane", "Wiedersehen mit Brideshead"), inspiriert von wahren Ereignissen, die Geschichte einer abenteuerlichen Nacht im Leben der heutigen britischen Königin. Als junge Elizabeth bezaubert Sarah Gadon ("Eine dunkle Begierde", "Maps to the Stars"), an ihrer Seite überzeugt die Newcomerin Bel Powly als Prinzessin Margaret. König George VI. und Königin Elisabeth I. als Königspaar und besorgte Eltern werden grandios von Rupert Everett ("Die Hochzeit meines besten Freundes", "Ernst sein ist Alles") und Emily Watson ("Breaking the Waves", "Die Entdeckung der Unendlichkeit") verkörpert. In einer Nebenrolle ist Jack Reynor ("Transformers - Ära des Untergangs", "Macbeth") zu sehen.


Sarah Gadon, Bel Powly und Rupert Everett | mehr Cast & Crew


A Royal Night - Ein königliches Vergnügen - Trailer


A Royal Night - Ein königliches Vergnügen - Trailer


DVD und Blu-ray | A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

Blu-ray
A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht. A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht.
Blu-ray Start:
16.02.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 97 min.
DVD
A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht. A Royal Night Out - 2 Prinzessinnen. 1 Nacht.
DVD Start:
16.02.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 93 min.

Filmkritik A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

Filmwertung: | 7/10


Elizabeth Alexandra Mary Windsor, Königin von England, feiert dieses Jahr ihr sechzigjähriges Jubiläum auf dem Thron. Die älteste Tochter von Prinz Albert, Herzog von York, und dessen Ehefrau Elizabeth Angela Marguerite Bowes-Lyon, wurde seit Kindestagen an auf ein Leben im Dienste der Krone vorbereitet. Nach dem Tod ihres Vaters am 6. Februar 1952 wurde Elizabeth zur König gekrönt. Schon vor der Krönung war die junge Prinzessin stets darauf bedacht, ihren Anforderungen gerecht zu werden. Regisseur Julian Jarrold („Geliebte Jane“) wirft in seinem Historienfilm „A Royal Night – Ein königliches Vergnügen“ einen Blick auf das behütete Leben von Queen Elizabeth. Inspiriert von einer wahren Begebenheit zeigt der Film eine ganz unbekannte Seite der stets pflichtbewussten Prinzessin und späteren Königin.

Ganz Europa feiert am 8. Mai 1945 das Ende des zweiten Weltkrieges. Auch die Schwestern Elizabeth (Sarah Gadon) und Margaret (Bel Powley) wollen das Kriegsende mit den Bürgern auf den Straßen der Stadt feiern. Doch für die zwei jungen Prinzessinnen herrschen im Buckingham Palace strikte Regeln. Zu groß ist die Gefahr, dass ihnen etwas zustoßen könnte. Doch nachdem die Schwestern sechs Jahre lang, abgeschottet von der Welt, ihr Leben im Palast gefristet haben, lässt sich das Königspaar (Rupert Everett, Emily Watson) von ihren Töchtern zu einem Ausflug überreden. Öffentlich bekannt von dieser sagenumwobenen Nacht ist, dass die damals vierzehn und neunzehnjährigen Prinzessinnen in Begleitung von Sicherheitsmännern den Palast verließen, um im Hotel Ritz den Frieden feierten. Jarrold zeigt auf liebenswerte Art, was in dieser nahezu Nacht wirklich passiert und was die Schwestern während ihrer Abwesenheit im Schloss erlebt haben könnten. Drehbuchautor Trevor de Silva spielt in seiner ersten Arbeit mit romantischen Versatzstücken, die einem Märchen nahe kommen. Inkognito reihen sich die Schwestern zwischen den feiernden Bürgern ihres Landes ein und erleben das wahrscheinlich größte Abenteuer ihres Lebens. Nichtsahnend von dem königlichen Geschlecht in ihrer Mitte, begegnen die Londoner den Schwestern sowohl freundlich, als auch ablehnend. Positive und negative Erfahrungen bereichern ihre Nacht, die womöglich das spätere Leben geprägt haben könnten. Während Margaret auf eigene Faust die Stadt erkundet und sich dabei von fremden Männern unterhalten lässt, ist die ältere Elizabeth zurückhaltender. Und doch ist auch ihr eine Bekanntschaft gewiss, die ihr Denken verändert. In ihrer Zufallsbekanntschaft Jack (Jack Reynor) erkennt die Prinzessin die Eigenwilligkeit der Arbeiterklasse, die für ihre Freiheit kämpft. Beide tragen ein Geheimnis in sich, das sie unbedingt wahren wollen.

Die romantische Komödie vereint historische Fakten und Figuren mit einem fiktionalen Ereignis, das durchaus denkbar ist. Obwohl sich der Film an den Screwball-Komödien der 1940er und 1950er Jahre orientiert, wirkt der Humor gediegen. Amüsante Situationen ergeben sich aus der Unwissenheit der Prinzessinnen über das einfache Leben Londons. Ihre herrschaftlichen Ansprüche treffen auf die wirklich herrschenden Verhältnisse des Landes, das sie aus einem bisher unbekannten Blickwinkel am eigenen Leib erleben. Im lockeren Erzählton wird die Nacht sehr harmonisch und friedlich bebildert. Die Schwestern werden konträr ins Licht gerückt, wobei die unterschiedlichen Persönlichkeiten genügend Freiraum zur Entfaltung bekommen. Die Geschichte verläuft linear und konzentriert sich, wie zu erwarten, auf die heutige Queen. Sarah Gadon („Maps to The Stars“) verkörpert sehr sensible die junge Elizabeth, die ihre eigenen Bedürfnisse vor dem Dienst der Krone zurückstellt. Der Zuschauer lernt die heutige Queen, die ihr Leben lang pflichtbewusst Termine wahrnimmt, als junges Mädchen kennen, das sich eine Nacht lang von ihrer wahren Identität distanziert. Erst als es in ihren Augen unausweichlich ist, gibt sie sich zu erkennen. An ihrer Seite spielt Bel Powley („The Diary of a Teenage Girl“) die lebenslustige und aufmüpfige Margaret, die sich heimlich im Schatten ihrer Schwester auszutoben weiß. Jack Reynor („Transformers: Ära des Untergangs“) übernimmt die Rolle des geerdeten Arbeiters, dem unerwartet die Bekanntschaft der Schwestern zuteil wird.
Die Kulissen des Films fangen das London von 1945 authentisch ein. Angelehnt an Fotografien und Filme der Zeit, wurden die Sets mit viel Liebe zum Detail ausstaffiert. Kostümdesignerin Claire Anderson erweckt zudem mit den Roben einen herrschaftlichen Anblick, der die Entbehrungen der Kriegsjahre erkennen lässt.


Fazit:
„A Royal Night – Ein königliches Vergnügen“ ist eine herzerwärmende Geschichte über eine fiktive Nacht im Leben von Queen Elizabeth, die sich so, aber auch ganz anders zugetragen haben mag.
by

Bilder © Concorde Filmverleih GmbH