A Most Violent Year

A Most Violent Year (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Thriller / Action
Kinostart Deutschland: - Verleih: SquareOne Entertainment

A Most Violent Year Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

New York, 1981 - das Jahr, das mit seiner Kriminalitätsrate als gefährlichstes in die Stadtgeschichte eingehen wird. Der immigrierte Geschäftsmann Abel Morales (Oscar Isaac) und seine Frau Anna (Jessica Chastain) stehen vor ihrem größten Coup und Wagnis. Mit einer hohen Anzahlung erwerben sie die Option auf ein Industriegelände, mit dem sie ihre gemeinsame Heizölfirma zu einer der bedeutendsten in New York machen könnten. Ein Monat bleibt ihnen, die Restzahlung in Millionenhöhe zu beschaffen – andernfalls verlieren sie alles. Währenddessen macht die Gewalt auch vor ihnen nicht Halt. Als bei der Auslieferung des Heizöls immer wieder bewaffnete Überfälle auf seine Fahrer stattfinden und die Trucks samt Ladung gekapert werden, gerät Abel unter Druck. Obwohl er sein Geschäft stets korrekt und mit legalen Mitteln geführt hat, zwingt ihn die eskalierende Bedrohung, seine Grundsätze zu überdenken. Dabei gerät das Paar immer tiefer in einen Strudel aus ungezügelter Gewalt, Verfall und Korruption, der ihre Existenz zu zerstören droht...

Mit seinem atmosphärischen, intelligenten Thriller A MOST VIOLENT YEAR ist dem Oscar®-nominierten Regisseur J.C. Chandor („All is Lost“, „Der Große Crash – Margin Call“) erneut ein Meisterwerk gelungen. In Starbesetzung und mit beeindruckenden Bildern erzählt Chandor die Geschichte eines Mannes auf dem Weg nach oben vor dem Hintergrund zügelloser Gier und Gewalt und zeichnet dabei zugleich das Gesellschaftsporträt einer Ära. Für seine dritte große Regiearbeit konnte J.C. Chandor wieder eine hochkarätige Riege an Schauspielern gewinnen: Neben Oscar Isaac („Inside Llewyn Davis, „Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht“) und Jessica Chastain („Zero Dark Thirty“, „Interstellar“), die für ihre Rolle der Anna in A MOST VIOLENT YEAR eine Golden Globe®-Nominierung als Beste Nebendarstellerin erhielt, glänzen David Oyelowo („Selma“) sowie Alessandro Nivola („American Hustle“) und Albert Brooks („Drive“). Der Score stammt aus der Feder von Alex Ebert, der für Chandors „All is Lost“ mit einem Golden Globe® geehrt wurde.


Oscar Isaac, Jessica Chastain und David Oyelowo | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | A Most Violent Year

Blu-ray
A Most Violent Year A Most Violent Year
Blu-ray Start:
07.08.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
A Most Violent Year A Most Violent Year
DVD Start:
07.08.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 121 min.

Filmkritik A Most Violent Year

Filmwertung: | 8/10


Mit „A Most Violent Year“ erscheint diese Woche ein düsteres Drama von J.C. Chandor („All Is Lost“) in den deutschen Kinos, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde und mit einer talentierten Starbesetzung ausgestattet ist. Es geht zurück ins Jahr 1981.

Der Einwanderer Abel Morales (Oscar Isaac, „Inside Llewyn Davis“, „Ex Machina“) ist durch Öl-Transporte zu einem sehr erfolgreicher Geschäftsmann geworden, aber auch die Hilfe seiner Frau Anna (Jessica Chastain, „Interstellar“, „Zero Dark Thirty“) leistete einen großen Beitrag dazu. Trotz finanziellen Wohlstandes gehen die Beiden einen riskanten, aber auch wichtigen Deal mit einer Heizungsfirma ein – und brauchen mehrere Millionen Dollar dafür. Doch eine ungeahnte Reihe an Überfällen und Diebstähle an Morales Öl-Transportern treibt die Firma fast in den Ruin. Abel muss früh genug herausfinden, wer ihm den Druck macht und die Verbrechen stoppen.

In aller erster Linie erweckt „A Most Violent Year“ einen beachtlichen Zwiespalt. Chandor hat nicht nur einen beklemmenden Thriller gedreht, sondern ihn auch intelligent und gnadenlos geschrieben. Die Handlung ist durchdacht und vor Allem für Freunde der Thematik genial. Dazu kommt die grandiose Arbeit hinter der Kamera und die Erzeugung einer durchgehenden, düsteren Atmosphäre, die nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im Zuschauerraum statt findet. Technisch ist der Film ein Glanzstück.Das Problem folgt leider zügig, denn als Otto Normalbesucher wird der typische Kinogänger nur bedingt etwas mit dem Streifen anfangen können. Denn neben dem Fokus auf der Wirtschaftskriminalität ist „A Most Violent Year“ vor Allem ein ruhiger, nachdenklicher Krimi mit wenigen, actionreichen Momenten. Somit werden die meisten Szenen in dem 125 Minuten langem Streifen für diejenigen, die nach der großen Unterhaltung suchen, zur Geduldsprobe werden. Wer sich jedoch für die Materie, die Art des Filmes oder die Darsteller interessant, erwartet ein höchst niveauvoller Film.

Mit Darstellern wie der zweifache oscarnominierten Jessica Chastain, die für ihre Rolle in „A Most Violent Year“ auch für den diesjährigen Golden Globe nominiert wurde, und Oscar Isaac sind zwei Menschen des Fachs am Werk, die die Dunkelheit der skrupellosen Geschäfte und Macht nicht besser vereinen könnten. Die Kälte und die Ignoranz, die Chastain verkörpert, scheint keine Zweite nachempfinden können, und somit werden Nominierung und Erstwahl für die Besetzung direkt verständlich. Auch Oscar Isaac passt perfekt ins Geschehen, strahlt eine durchtriebene Ader aus, als wäre er persönlich Leiter dieser Firma. In Nebenrollen sind außerdem David Oyelowo („Selma“), Alessandro Nivola („American Hustle“) und Elyes Gabe („World War Z“) zu sehen. Alles in einem ist das ein absolut stimmiger Cast.


Fazit:
Ohne Zweifel, „A Most Violent Year“ ist ein brillanter Streifen. Daher ist er auf jeden Fall zurecht preisgekrönt und mehrfach für wichtige Preise nominiert gewesen, als Kinoerlebnis aber wirklich nur Anhängern zu empfehlen. Das macht eine Bewertung schwierig, denn der Streifen selber verdient seine 8 Punkte.
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Bilder © SquareOne Entertainment